Indien

Indien ist ein Land in Südasien und liegt am nach ihm benannten indischen Subkontinent. Gemessen an der Zahl der Einwohner ist es mit einer Bevölkerung von 1,1 Milliarden Menschen das zweitgrößte Land der Erde, an der Fläche gemessen das siebent größte Land. Indien ist seit der Unabhängigkeit von England im Jahre 1947 die größte parlamentarische Demokratie der Welt. Dem britischen Vorbild folgend, gliedert sich das indische Parlament mit dem Unter- und dem Oberhaus in zwei Kammern. Der Präsident wird von den Abgeordneten für fünf Jahre gewählt, wobei aufgrund der geringen Einflussmöglichkeiten des indischen Staatsoberhauptes eine Wiederwahl beliebig oft möglich ist. Durch seine große Nord-Süd Ausdehnung liegt das in 28 Bundesstaaten gegliederte Land in mehreren Klimazonen. Während im Süden des Landes der indische Ozean für ein tropisches Klima sorgt, wird der Norden und Nordosten Indiens von den Bergen des Himalajas dominiert. Einen besonderen Einfluss auf das indische Klima hat der jährlich wiederkehrende Monsun, der für die starken Regenfälle in den Monaten von etwa Juli bis Oktober verantwortlich ist.

Indien mit seiner Religion und der Kultur

Die reichen Kulturschätze Indiens beruhen auf der Inhomogenität der Bevölkerung. Indien beheimatet als Vielvölker-staat viele verschiedene Ethnien und ist Ursprungsland von mehreren großen Religionen, wie etwa dem Buddhismus oder dem Hinduismus. Aufgrund der religiösen Unterschiede entwickelte sich eine mannigfaltige Kulturwelt, mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Ausprägungen. Natürlich hatte auch die Kolonialzeit auf die Kultur Indiens einen gewichtigen Einfluss. Besonders gut erkennbar sind die großen Unterschiede Indiens anhand der Architektur. Hinduistische Sakralbauten wie der beeindruckende Taj Mahal oder der buddhistische Lotustempel stehen untereinander genauso in großem Widerspruch, wie auch gegenüber den Kolonialbauten etwa der St. Paul's Cathedral in Kolkata.

Indien setzt auf ihren wichtigsten Wirtschaftszweig, den Fremdenverkehr

Mit etwas mehr als vier Millionen Touristen jedes Jahr, ist der Fremdenverkehr einer der wichtigsten Wirtschafts-zweige Indiens. Neben Club- und Pauschalurlaubern, steigt auch die Zahl an Individualtouristen konstant. Besonders die großen Bauwerke, wie das Taj Mahal zählen zu den großen Touristenmagneten. Unter jungen Menschen und Aussteigern ist seit den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts vor allem der kleinste indische Bundesstaat Goa eine beliebte Destination. Viele Festivals, Parties und Veranstaltungen- oft direkt an den Stränden-, machen diesen Bundesstaat so attraktiv. Für die Einreise nach Indien ist ein 6 Monate gültiger Reisepass mit Visum notwendig. Das Visum ist bereits in Deutschland zu beantragen, die zuständigen Stellen an den Grenzen und Flughäfen stellen keine Visa aus. Vor dem Urlaubsantritt empfiehlt sich ein Besuch beim Hausarzt um notwendige Impfungen, etwa gegen Tetanus oder Hepatitis B, gegebenenfalls aufzufrischen.